Gemeindefreizeit auf dem Thomashof, 9.-11. September 2011
mit einem Besuch des Klosters Maulbronn

Wer lebt, der hofft

Ein schwieriges Thema - ein schönes Thema. Hoffnung! Wer sucht sie nicht, wer bräuchte sie nicht? Hat jemand genug davon? Er oder sie möge davon erzählen. Wir wollen die Hoffnung entdecken und erkennen, wie Gott sie für uns bereit hält. Wir wollen aus dem Brunnen schöpfen.

Mit Bildern, Zitaten, Referaten und Texten aus der Bibel näherten wir uns dem Thema und eröffneten uns Zugänge zu unserem Verständnis de Lebenskraft Hoffnung. Ein Textbeispiel aus dem Alten Testament - Hesekiel 37, 1-14:
... Du Menschenkind, meinst du wohl, dass diese Gebeine wieder lebendig werden? ...
Der Text ist in seiner Bildersprache unangenehm. Wie soll totes Gebein lebendig werden, wie soll diese Perspektive sich für Neues öffnen? Wer könnte Hoffnung haben? Aber der Text schließt in einem pfingstdurchwehten Geiste: "...und ich will meinen Odem in euch geben, dass ihr wieder leben sollt".
Und er endet in Vers 14 mit einer markanten, kurzen Aussage: "Ich rede es und ich tue es auch, spricht der Herr." Das sind klare und eindeutige Worte. Der Mensch versteht nicht, wie Totes neu von Leben durchdrungen werden kann. Aber er kann sich bereit halten für das Unmögliche. Dann kann ihn die Hoffnung durchdringen und ihn bereichern.

In vielen Gesprächen tauschten wir uns darüber aus, was die Zusage Gottes bedeutet und wie wir voller Hoffnung in unsicherer Zeit leben können. Wir alle kennen schwere Stunden bei uns selbst und bei den Menschen, mit denen wir leben oder denen wir begegnen. Zugleich haben wir in vielen Situationen erlebt, wie Hoffnung trägt. Jeder und jede kann aus seinem Leben zu einem vielgestaltigen Hoffnungsbild beitragen.

Wo wir voller Hoffnung sind, können wir lernen, unseren Überfluss mit suchenden Menschen zu teilen.
Wo die Hoffnung endet, erlischt das Leben. Wo wir Lichtpunkte voller Hoffnung setzen, leuchtet das Leben auf.