Schulmauer - neu bemalt

Wir wollen Kinder in ihrer schulischen Ausbildung fördern und ihnen den Weg in eine gute Zukunft ermöglichen.

Schule:

Schulgebäude

Wir unterstützen die St. Michael Preparatory School, eine Grundschule, in dem kleinen Dorf Alavanyo bei Sogakope. Die Schule wurde 2002 von Mennoniten aus Ghana gegründet und mit finanzieller Hilfe aus Deutschland errichtet. Zuerst wurden drei Klassenzimmer gebaut, etwas später wurde das Gebäude auf fünf Räume erweitert. Seit 2010 kann ein Wasseranschluss genutzt werden, was vor allem für das tägliche Kochen der Schulessen wichtig ist. In einem Elektrifizierungsprogramm des Staates wurde die Schule an das Stromnetz angeschlossen. Bislang wird der Strom aber nicht genutzt.

Bis zum Sommer 2009 hatte die Schule fünf Klassen und zusätzlich eine zweiteilige Vorschulklasse. Seit dem Schuljahr 2009-2010 gibt es eine sechste Klasse, mit der die Grundschulzeit endet. Die Kinder erhalten dann ein Abschlusszeugnis, mit dem sie auf der Junior High School ihre Ausbildung fortsetzen können.
Eine Lehrerin unterrichtet die zwei Vorschulklassen Fünf Lehrer unterrichten die Fächer Englisch, Mathematik, Naturkunde, Kunst, Religion/Ethik, Gesellschaftskunde, die regionale Sprache Ewe und natürlich Lesen und Schreiben. Zur Zeit werden die Klassen 4 und 5 gemeinsam unterrichtet. Die Lehrer betreuen auch die kleine Bibliothek und geben zusätzlich Förderunterricht für schwächere Schüler.

Das Schuljahr beginnt im September und dauert bis Juli. Es besteht aus drei Terms, Trimestern, die von den Weihnachts-, Oster- und Sommerferien unterbrochen werden. Der Unterricht an der Schule erfolgt nach staatlichen Lehrplänen und in Abstimmung mit dem Ghana Education Service. Am Ende eines Terms steht eine Abschlussprüfung, deren Aufgaben von der Universität in Accra-Legon vorbereitet werden.

Seit September 2010 ist Mr. Francis Ablordeppey Leiter der Schule. Er hat eine qualifizierte Fachhochschulausbildung abgeschlossen und schon viele Jahre Berufserfahrung. Zwei Lehrkräfte haben im Dezember 2011 am College eine pädagogische Weiterbildung erfoglreich abgeschlossen. Die anderen Lehrer sind so genannte people teachers, die nach dem Schulabschluss der Senior Secondary School unterrichten. In Ghana ist das nicht ungewöhnlich, vielerorts sind people teachers an Grundschulen. Ihr Gehalt liegt häufig unter der Armutsgrenze. Es gibt nicht genügend ausgebildete Lehrer und manche Schulen können sich die höheren Gehälter für besser ausgebildete Lehrer nicht leisten.

Die Schule ist offen für alle Schüler und Schülerinnen und nicht konfessionsgebunden. Als private Schule erhält sie kein Geld vom Staat. Gebäude, Ausstattung und Schulbetrieb müssen selbst finanziert werden. Eine Parent-Teacher-Association (PTA), ein Lehrer-Eltern-Ausschuss, dient dem Kontakt zwischen den Lehrern, den Eltern und der Dorfgemeinschaft und der Weiterentwicklung der Schule. Um die Eltern in die schulische Ausbildung ihrer Kinder einzubinden und die Möglichkeiten zu verbessern, fordert die Schule seit diesem Schuljahr ein verbindliches Schulgeld von 4 Cedi (2 Euro) pro Term.

im Unterrichtsraum

Die Schülerinnen und Schüler:

Im laufenden Schuljahr 2011-2012 ist die Schülerzahl deutlich gestiegen. Täglich werden bis zu 150 Schüler und Schülerinnen unterrichtet. Die beiden Vorschulklasse für Kinder von vier bis sechs Jahre sind meist sehr gut besucht, zur Zeit sind es 50 Kinder. In Klasse 1 sind 33 Kinder, in der 2. Klasse 23 Kinder. In den höheren Klassen sind durchschnittlich 13 Schüler. Die Altersspanne in den einzelnen Klassen ist mitunter recht groß, zwischen dem jüngsten und dem ältesten Kind können sechs (!) Jahre liegen. So sind in der sechsten Klasse auch Jugendliche, die älter als 16 Jahre sind. Die Bildungssituation in Ghana ist eben ganz anders als in Deutschland.

Unsere Hilfe will auch hier Bedingungen schaffen, die einen kontinuierlichen, altersgerechten und erfolgreichen Unterrichtsbesuch von der Vorschule bis zum Abschluss der sechsten Klasse ermöglichen.

Schulmahlzeiten:

Mit Beginn des Schuljahres 2009-2010 wurde eine Köchin angestellt, die für alle Kinder kocht. Früher saßen viele Kinder hungrig im Unterricht, weil sie ohne Frühstück zur Schule gekommen waren. Jetzt erhalten sie einen Teller mit Essen und einen Beutel gutes Trinkwasser, pure water. Auf dem Speiseplan stehen Reis, Yam-Wurzel oder Banku, dazu gibt es abwechselnd Bohnen, Tomaten, Sauce und manchmal etwas Fisch.
Eine Mahlzeit kostet ungefähr 50 Pesewas, rund 25 Euro-Cent, pro Kind und Schultag. Dieser Betrag ist knapp bemessen und reicht oft nicht. Aber die Kinder an der Schule sollen satt werden.

Unsere Projekthilfe:

Kinder trommeln Ein Arbeitskreis der Gemeinde trägt die Projektarbeit, die seit 2007 besteht. In der Gruppe entwickeln wir Ideen und planen Schritte, wie wir mit unseren Mitteln die Ausbildung der Kinder fördern und ausbauen können. Es ist unser Ziel, die Lernmöglichkeiten für die Schüler und Schülerinnen weiter zu verbessern. Sie sollen einen qualifizierten Unterricht erhalten und eine gute Ausstattung der Schule nutzen können. Wir möchten dazu beitragen, dass die Kinder erfolgreich lernen und gerne und regelmäßig zur Schule kommen.

Für eine konkrete Hilfe ist der intensive Austausch mit den Verantwortlichen an der Schule wichtig. Jedes Jahr waren wir im Oktober, November in Ghana und besuchten die St. Michael-Grundschule, um den persönlichen Kontakt mit den Lehrern und Schülern zu pflegen. Dabei erfahren wir in vielen Gesprächen, wie die Kinder unterrichtet werden und wie der Schulalltag aussieht. Wichtig ist uns auch der Einblick in die Buchhaltung, um zu beurteilen, wie die Spendengelder aus Deutschland verwendet werden.
Durch unsere Reisen, die vielen E-mails zwischen Ghana und Frankfurt und gelegentliche Telefonate haben wir mittlerweile einen guten Einblick in die Arbeit der Schule. Das erleichtert uns die gezielte Hilfe bei der weiteren Entwicklung der Schule. Das Geld aller Spenderinnen und Spender soll effektiv eingesetzt werden.
Die Hilfe wird ermöglicht durch Freunde in der Gemeinde, die sich zu einem regelmäßigen Beitrag verpflichtet haben, und durch weitere Spender. Das Mennonitische Hilfswerk trägt einen großen Teil der Kosten für die täglichen Mahlzeiten der Schüler und Schülerinnen.
Alle Spenden unterstützen das Schulprojekt unmittelbar und ohne Abzug. Verwaltungs- und Reisekosten werden privat getragen.

Die Zielsetzung unseres Projektes ist durchaus zweiseitig gedacht. Mit dem Geldtransfer und unseren Anregungen möchten wir die Schule fördern. Aber auch wir können viel erfahren von den Menschen, die unter ganz anderen Lebensbedingungen an der Schule arbeiten und lernen.

Wir freuen uns, wenn Sie mit uns die Arbeit der Schule unterstützen.
Unsere Bankverbindung finden Sie auf der ersten Informationsseite.

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